Live-Online-Workshop · anstrengender Alltag

Wenn der Alltag mehr Kraft kostet als er müsste

Ein anstrengender Alltag hat selten eine einzige Ursache. In 90 Minuten schaust du deinen eigenen Tag mit anderen Augen an — und findest die Stellen, an denen die Kraft verloren geht, ohne dass jemand etwas falsch gemacht hat.

Zur Anmeldung Nächster Termin: Mo, 17.08.2026, 20:00–21:30 Uhr · online · 90 Minuten · mit Arbeitsheft

Ich organisiere doch schon alles — warum bin ich trotzdem jeden Abend leer?

Weil die Erschöpfung meistens nicht aus dem einen großen Moment kommt, sondern aus hunderten kleinen: Übergängen, Entscheidungen im Minutentakt, Reizen, unterbrochenen Aufgaben, Anforderungen ohne Pause dazwischen. Jede einzelne davon ist harmlos. Zusammen sind sie der Grund, warum du trotz guter Vorbereitung fertig bist, bevor der eigentliche Tag begonnen hat. In diesem Workshop machen wir sichtbar, warum ein anstrengender Alltag entsteht — und zwar an einem ganz normalen Tag, nicht an einem schlimmen.

Für wen dieser Workshop zum anstrengenden Alltag gedacht ist

  • Eltern, die den Alltag als dauerhaft anstrengend erleben, ohne benennen zu können, woran es liegt.
  • Eltern, die schon viel organisiert, geplant und strukturiert haben — und trotzdem nicht weniger müde sind.
  • Eltern, die den Verdacht haben, dass ihr Kind mit noch mehr Programm nicht ruhiger wird, sondern unruhiger.
  • Eltern, bei denen der Abend regelmäßig kippt, obwohl der Tag eigentlich gut lief.
  • Eltern von Kindern mit ADHS, Autismus, AuDHD, Hochbegabung oder noch ungeklärter Neurodivergenz.

Was du für deinen anstrengenden Alltag mitnimmst

Ein anderer Blick auf deinen anstrengenden Alltag

Du siehst nicht mehr eine Reihe von Aufgaben, sondern die Übergänge dazwischen — und die kosten bei vielen Kindern deutlich mehr Kraft als die Aufgaben selbst.

Die fünf Kraftfresser

Übergang, Gleichzeitigkeit, Reize, Entscheidung, Unterbrechung. Mit einem Raster, in dem du siehst, wo sie sich in deinem Alltag häufen — und das ist selten dort, wo man es vermutet.

Warum Austoben nicht immer hilft

Reizüberflutung sieht nicht bei jedem Kind nach Rückzug aus. Manchmal sieht sie aus wie noch mehr Aktivität. Du lernst, den Unterschied zu erkennen und danach zu entscheiden.

Zwei Stellschrauben, die zu dir passen

Keine Liste mit zwanzig Tipps. Am Ende des Abends hast du zwei konkrete Veränderungen, die in deinen Alltag passen — mit Uhrzeit, Tag und einem Datum zum Nachschauen.

Dazu bekommst du ein Arbeitsheft mit sieben Blättern für deinen anstrengenden Alltag — drei füllst du live aus, vier arbeiten in der Woche danach weiter. Als ausfüllbare PDF-Datei und als Druckversion.

Ein anstrengender Alltag, den wir dreimal anschauen

Wir arbeiten nicht mit allgemeinen Beispielen, sondern mit einem einzigen Tag einer Familie: Erst wird er erzählt, dann Szene für Szene untersucht, dann noch einmal gegangen — leichter. Deinen eigenen Tag trägst du parallel dazu ins Arbeitsheft ein. Beiträge sind freiwillig, persönliche Details muss niemand teilen.

Format
Live online, kleine Runde. Kurze Beobachtungsaufgaben, Beiträge über Chat oder Wortmeldung, Zeit für Fragen.
Dauer
90 Minuten.
Dabei
Arbeitsheft mit sieben Blättern, ausfüllbar und zum Ausdrucken.
  1. Ein ganz normaler Dienstag, von morgens bis nachts — erst einmal nur zuschauen.
  2. Tatort Alltag: derselbe Tag rückwärts, Szene für Szene untersucht.
  3. Die Alltagsmythen, die uns dabei im Weg stehen — und was fachlich dahintersteckt.
  4. Der Moment, in dem Unruhe kippt: Reizüberflutung, die nicht nach Reizüberflutung aussieht.
  5. Derselbe Dienstag, nur leichter — und deine zwei eigenen Stellschrauben.

Reizüberflutung sieht nicht immer nach Rückzug aus. Manchmal sieht sie aus wie noch mehr Aktivität.

Das eine Kind bleibt in einer überwältigenden Umgebung stehen und weiß nicht, wohin es zuerst schauen soll. Das andere wird schneller, fasst alles an, springt von einem Eindruck zum nächsten. Beide erleben dasselbe. Nur wird das eine als brav gelesen und das andere als anstrengend — und für beide ist die Antwort „der muss sich austoben” manchmal richtig und manchmal genau falsch.

Was dieser Workshop nicht ist

Er ersetzt keine Diagnostik, keine Therapie und keine ärztliche Abklärung. Wenn dein Kind über längere Zeit schlecht einschläft, über Bauch- oder Kopfschmerzen klagt oder du dir Sorgen um seine Entwicklung machst, gehört das kinderärztlich abgeklärt und nicht in einen Workshop; erste Orientierung bietet z. B. die BZgA (kindergesundheit-info.de). Es geht hier auch nicht um die perfekte Morgenroutine oder um allgemeine Erziehungstipps, sondern um einen Perspektivwechsel auf deinen eigenen Alltag.

Wie sich dieser Workshop von den Schul-Workshops unterscheidet

Die Schulgesprächs-Werkstatt und „Gut vorbereitet ins Schulgespräch” drehen sich beide um die Zusammenarbeit mit der Schule — was du sagst, wie du es sagst und was ihr vereinbart. Sie setzen an der Stelle an, an der etwas von außen verändert werden soll.

Dieser Workshop schaut nach innen, auf den Tag selbst: was zwischen Aufstehen und Zubettgehen tatsächlich passiert und wo dabei die Kraft verloren geht. Schule kommt darin als eine Station von vielen vor, aber sie ist nicht das Thema. Die Workshops bauen nicht aufeinander auf und lassen sich in beliebiger Reihenfolge besuchen.

Wer den Workshop für den anstrengenden Alltag leitet

Ich bin Sandra Troidl — mit einem Hintergrund in der Pflege und als qualifizierte Kindertagespflegeperson, selbst Mutter neurodivergenter Kinder und Autorin von „Warum dein Kind nicht schwierig ist”. Unter dem Namen Ungebremst Besonders entwickle ich Praxismaterial und Begleitung rund um neurodivergente Kinder — nah am echten Familienalltag, ohne pädagogisches Hochglanz-Theater.

Ich habe jahrelang geglaubt, ich müsste einfach besser organisiert sein. Heute weiß ich, dass es nicht der eine große Stressmoment war, der erschöpft hat — sondern hunderte kleine. So wird aus einem anstrengenden Alltag Schritt für Schritt ein tragbarer. Und viele dieser kleinen Stressquellen lassen sich verändern.

Anmeldung & Termine

Der nächste Termin ist Montag, 17.08.2026, 20:00–21:30 Uhr — ein weiterer Termin: Sonntag, 21.09.2026, 20:00–21:30 Uhr. Weitere Termine folgen — online, 90 Minuten, mit Arbeitsheft.

Einführungspreis 19,99 €regulär 29,99 €
Jetzt per E-Mail anmelden Deine Anmeldung geht an info@ungebremst-besonders.de — von dort bekommst du deinen Buchungslink.

Häufige Fragen

Mein Kind hat keine Diagnose. Passt der Workshop trotzdem?

Ja. Es geht nicht um ein Etikett, sondern um die Frage, wo im Tag die Kraft verloren geht. Das lässt sich unabhängig davon anschauen, ob etwas abgeklärt ist oder nicht.

Bekomme ich konkrete Tipps oder nur Theorie?

Beides, aber in dieser Reihenfolge. Der dritte Teil des Abends besteht ausschließlich aus konkreten Veränderungen an einem realen Tag. Vorher schauen wir uns an, warum genau diese Veränderungen wirken — sonst bleibt es eine Tippliste, die nach drei Tagen wieder in der Schublade liegt.

Ich habe schon so viel ausprobiert. Ist das nicht wieder dasselbe?

Der Workshop beginnt nicht mit Lösungen, sondern mit der Frage, warum ein anstrengender Alltag überhaupt so viel Energie kostet. Viele Eltern erkennen dabei, dass sie an der falschen Stelle optimiert haben — nicht, weil sie zu wenig getan hätten, sondern weil die eigentliche Belastung woanders lag.

Muss ich mich beteiligen?

Nein. Beiträge über Chat oder Wortmeldung sind freiwillig, persönliche Details muss niemand teilen. Du kannst den ganzen Abend still mitarbeiten und trotzdem mit zwei Stellschrauben herausgehen.

Was ist das Arbeitsheft genau?

Sieben Blätter. Drei davon füllst du während des Workshops aus: deinen eigenen Tag als Zeitleiste, das Spurenraster mit den fünf Kraftfressern und deine zwei Stellschrauben. Vier arbeiten in der Woche danach weiter — ein eigener Tatort, ein Beobachtungsbogen zu den zwei Reaktionsmustern, eine Testwoche und ein Rückblick nach sieben Tagen. Du bekommst es als ausfüllbare PDF-Datei und als Druckversion.

Gibt es eine Aufzeichnung?

Nein, bewusst nicht. In kleiner Runde ohne Aufzeichnung lässt sich offener sprechen.

Ist der Workshop auch etwas für mich, wenn mein Kind noch klein ist?

Ja. Der Beispieltag hat ein Schulkind und ein Kindergartenkind, und die Kraftfresser sind in beiden Altersgruppen dieselben. Wenn dein Kind noch nicht in der Schule ist, fallen einzelne Stationen weg, das Muster bleibt.

Ungebremst Besonders · ungebremst-besonders.de
Praxismaterial & Begleitung rund um neurodivergente Kinder