Live-Online-Workshop · Schulgespräch

Workshop für Eltern: Gut vorbereitet ins Schulgespräch

In 90 Minuten wird aus deinen Beobachtungen ein Schulgespräch, das mit einer konkreten Vereinbarung endet — und nicht mit „Wir beobachten das weiter”. So gehst du gut vorbereitet ins nächste Schulgespräch.

Zur Anmeldung Nächster Termin: Mo, 05.10.2026, 20:00–21:30 Uhr · online · 90 Minuten · mit Handout

Ich habe es doch schon dreimal angesprochen — warum ändert sich nichts?

Meistens liegt es nicht daran, dass zu wenig gesagt wurde. Es liegt daran, dass Schule und Eltern über zwei verschiedene Kinder gesprochen haben: Die Schule erlebt ein Kind, das mitarbeitet und keine Konflikte macht. Du erlebst am Nachmittag die Rechnung dafür. Beide Bilder stimmen — und solange sie nebeneinander stehen bleiben, endet jedes Schulgespräch mit gutem Willen und ohne Vereinbarung. In diesem Workshop führst du sie zusammen und bereitest dein nächstes Schulgespräch gezielt vor.

Für wen der Schulgespräch-Workshop gedacht ist

  • Eltern, deren Kind in der Schule unauffällig wirkt und zu Hause völlig erschöpft ist.
  • Eltern, bei denen Hausaufgaben regelmäßig in Tränen, Wut oder Blockade enden.
  • Eltern, die schon mehrfach mit der Schule gesprochen haben, ohne dass sich etwas verändert hat.
  • Eltern, die mitten im Schuljahr merken, dass es so nicht bis zu den nächsten Ferien trägt.
  • Eltern von Kindern mit ADHS, Autismus, LRS, Hochbegabung oder noch ungeklärter Neurodivergenz.

Was du für dein Schulgespräch mitnimmst

Zwei Bilder, ein Kind

Warum Schule und Zuhause unterschiedliche Ausschnitte derselben Belastung sehen — und wie du beide nebeneinanderlegst, ohne dass sich jemand rechtfertigen muss.

Beobachtungen, die besprechbar sind

Aus „völlig fertig wegen der Schule” wird eine Beschreibung, mit der eine Lehrkraft tatsächlich arbeiten kann.

Woran es bei den Hausaufgaben scheitert

Ein Hürdencheck, der zwischen Menge, Verständnis, Erschöpfung und Perfektionsdruck unterscheidet — denn jede Hürde braucht eine andere Lösung.

Eine Vereinbarung, die überprüfbar ist

Wer macht was, ab wann, wie lange, und wann schaut ihr gemeinsam darauf. Dazu die Nachfass-Mail, die das Ergebnis sichert.

Dazu bekommst du ein Handout mit sieben Arbeitsblättern, mit dem du zu Hause weiterarbeitest.

Ein Schulgespräch-Fall, der uns durch den ganzen Abend begleitet

Wir arbeiten nicht an abstrakten Beispielen. Ein Fall läuft von der ersten unsortierten Sorge bis zur Nachfass-Mail durch — und du überträgst jeden Schritt auf deine eigene Situation. Beiträge sind freiwillig, persönliche Details muss niemand teilen.

Format
Live online, kleine Runde. Kurze Reflexionsimpulse, Beiträge über Chat oder Wortmeldung, Zeit für Fragen.
Dauer
90 Minuten.
Dabei
Handout mit sieben Arbeitsblättern inklusive.
  1. Warum Gespräche oft nicht weiterführen — und was das mit Belastung zu tun hat.
  2. Die zwei Bilder verstehen und zusammenführen.
  3. Beobachten statt bewerten: zu Hause und bei den Hausaufgaben.
  4. Das Schulgespräch vorbereiten und führen.
  5. Vereinbaren, schriftlich sichern — und wissen, was du tust, wenn nichts passiert.

Ein unauffälliges Kind ist nicht automatisch ein unbelastetes Kind.

Anpassung, Reizüberlastung, hohe Selbstkontrolle, Angst vor Fehlern oder schlichte Erschöpfung nach dem Funktionieren können dazu führen, dass die Belastung erst zu Hause sichtbar wird. Das ist kein Widerspruch zur schulischen Beobachtung — es ist der zweite Teil davon.

Was dieser Workshop nicht ist

Er ersetzt keine schulrechtliche Beratung, keine Diagnostik, keine Lerntherapie und keine schulpsychologische Abklärung. Es geht auch nicht darum, Lehrkräfte davon zu überzeugen, dass du recht hast. Es geht darum, beide Sichtweisen so zusammenzuführen, dass der konkrete Unterstützungsbedarf deines Kindes sichtbar wird. Zuständigkeiten und Regelungen für ein Schulgespräch unterscheiden sich je nach Bundesland und Schulart; einen Überblick über schulrechtliche Grundlagen bietet z. B. die Kultusministerkonferenz.

Wie sich dieser Workshop von der Schulgesprächs-Werkstatt unterscheidet

Die Schulgesprächs-Werkstatt findet rund um den Schuljahresbeginn statt. Dort geht es um den Start: ob und wann du eine Diagnose mitteilst, wie du dein Kind einer neuen Lehrkraft verständlich machst und wie ihr überhaupt ins Gespräch kommt.

Dieser Workshop läuft das ganze Jahr über und setzt später an — dann, wenn schon gesprochen wurde und sich trotzdem nichts verändert. Es geht um Beobachtungen, die tragen, um eine Vereinbarung, die überprüfbar ist, und um den nächsten Schritt, wenn sie nicht umgesetzt wird. Die Haltung ist dieselbe, die Arbeitsblätter sind andere. Beides lässt sich einzeln besuchen, in beliebiger Reihenfolge.

Wer den Schulgespräch-Workshop leitet

Ich bin Sandra Troidl — mit einem Hintergrund in der Pflege und als qualifizierte Kindertagespflegeperson, selbst Mutter neurodivergenter Kinder und Autorin von „Warum dein Kind nicht schwierig ist”. Unter dem Namen Ungebremst Besonders entwickle ich Praxismaterial und Begleitung rund um neurodivergente Kinder — nah am echten Familienalltag, ohne pädagogisches Hochglanz-Theater.

Ich spreche aus Elternperspektive, aber nicht gegen Schule. Beide Seiten sehen nur einen Ausschnitt — gute Zusammenarbeit beginnt, wenn beide ihn teilen.

Anmeldung & Termine

Der nächste Termin ist Montag, 05.10.2026, 20:00–21:30 Uhr — weitere Termine folgen — online, 90 Minuten, mit Handout.

Einführungspreis 19,99 €regulär 29,99 €
Jetzt per E-Mail anmelden Deine Anmeldung geht an info@ungebremst-besonders.de — von dort bekommst du deinen Buchungslink.

Häufige Fragen

Mein Kind ist in der Schule völlig unauffällig. Bringt mir der Workshop trotzdem etwas?

Gerade dann. Kinder, die in der Schule funktionieren und zu Hause zusammenbrechen, sind der häufigste Fall in diesem Workshop — und der schwierigste, weil die Belastung dort, wo sie entsteht, nicht sichtbar wird.

Braucht mein Kind eine Diagnose?

Nein. Es geht um den konkreten Unterstützungsbedarf, nicht um ein Etikett. Der Workshop ist ebenso für Familien gedacht, bei denen noch nichts abgeklärt ist.

Was mache ich, wenn die Schule Schwierigkeiten sieht, aber keinen Unterstützungsbedarf?

Das ist die häufigste Sackgasse, und sie hat im Workshop einen eigenen Abschnitt. Du lernst, beides sachlich nebeneinander festzuhalten — was die Schule benannt hat und dass aus ihrer Sicht derzeit kein Unterstützungsbedarf besteht — und jede Nachfass-Mail mit der Bitte um kurze schriftliche Bestätigung zu beenden.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Workshop?

Immer dann, wenn es gerade klemmt. Ein Schulgespräch lässt sich zu jedem Zeitpunkt vorbereiten – der Workshop ist nicht an den Schuljahresbeginn gebunden und findet ganzjährig statt — vor einem anstehenden Gespräch, nach einem Gespräch, das nichts verändert hat, oder wenn die Nachmittage seit Wochen kippen und du nicht weißt, wie du das der Schule erklären sollst.

Muss ich mich beteiligen?

Nein. Beiträge über Chat oder Wortmeldung sind freiwillig, persönliche Details muss niemand teilen. Du kannst den ganzen Abend still mitarbeiten und trotzdem mit einem fertigen Gesprächsfahrplan herausgehen.

Bekomme ich Material?

Ja. Du erhältst ein Handout mit sieben Arbeitsblättern: Zwei-Bilder-Bogen, Beobachtungsbogen, Hausaufgaben-Hürdencheck, Gesprächsfahrplan, Formulierungshilfen, Mailvorlage und einen Übersichtsbogen für den Fall, dass sich nichts verändert.

Gibt es eine Aufzeichnung?

Nein, bewusst nicht. In kleiner Runde ohne Aufzeichnung lässt sich offener sprechen.

Ungebremst Besonders · ungebremst-besonders.de
Praxismaterial & Begleitung rund um neurodivergente Kinder